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DSGVO-konforme KI im Gesundheitswesen: Was Sie wissen müssen

2026-01-28

Gesundheitsdienstleister in der EU stehen vor besonderen Herausforderungen bei der Einführung von KI-Tools. Patientendaten gehören zu den sensibelsten Kategorien unter der DSGVO, und Fehler bei der Compliance können schwere Strafen nach sich ziehen. Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen, um KI-Dokumentation vertrauensvoll einzusetzen.

Warum Gesundheits-KI besondere Aufmerksamkeit braucht

Gesundheitsdaten werden nach Artikel 9 der DSGVO als "besondere Kategorien personenbezogener Daten" eingestuft. Das bedeutet, die Verarbeitung erfordert eine explizite Rechtsgrundlage, typischerweise Patienteneinwilligung oder die Ausnahme für die Gesundheitsversorgung. KI-Dokumentationstools müssen diese Daten mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen behandeln:

- Datenminimierung: nur verarbeiten, was klinisch notwendig ist - Zweckbindung: Daten nur zur Dokumentation verwenden, nicht zum Modelltraining - Speicherbegrenzung: klare Aufbewahrungsrichtlinien mit automatischer Löschung - Transparenz: Patient:innen müssen verstehen, wie ihre Daten verarbeitet werden

EU-Datenhosting: Warum es wichtig ist

Seit das Schrems-II-Urteil den EU-US Privacy Shield für ungültig erklärt hat, ist die Übermittlung von Gesundheitsdaten außerhalb der EU rechtlich komplex. Der einfachste Ansatz ist, Tools zu wählen, die alle Daten innerhalb der EU hosten und verarbeiten.

Bei Helia findet die gesamte Datenverarbeitung auf Servern in Deutschland statt. Audioaufnahmen werden in Echtzeit verarbeitet und sofort nach der Transkription gelöscht. Keine Patientendaten verlassen die EU, und keine Daten werden für KI-Modelltraining verwendet.

Einwilligung und Aufnahme in der Praxis

Bei der Nutzung von Ambient-Aufnahme während der Therapiesitzung benötigen Sie klare Einwilligungs-Workflows:

1. Patient:innen informieren, dass KI-gestützte Dokumentation verwendet wird 2. Erklären, welche Daten erfasst und wie sie verarbeitet werden 3. Die Möglichkeit zum Opt-out anbieten (stattdessen nachträgliches Diktat) 4. Einwilligung als Teil Ihrer Praxisunterlagen dokumentieren

Viele Praxen stellen fest, dass Patient:innen die Technologie schätzen, sobald sie verstehen, dass ihr:e Therapeut:in sich dadurch voll auf sie konzentrieren kann, statt Notizen zu machen.

Checkliste für ein DSGVO-konformes KI-Tool

Bevor Sie ein KI-Dokumentationstool einführen, prüfen Sie diese Punkte:

- Daten werden ausschließlich in der EU gehostet und verarbeitet - Der Anbieter stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) bereit - Audioaufnahmen werden nach der Verarbeitung gelöscht, nicht langfristig gespeichert - Keine Patientendaten werden für KI-Modelltraining verwendet - Das Tool unterstützt Ihre bestehenden Einwilligungs-Workflows - Klare Datenhaltungs- und Löschrichtlinien sind dokumentiert - Der Anbieter kann technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) nachweisen

Ein seriöser Anbieter wird über all diese Punkte transparent sein und Dokumentation proaktiv bereitstellen.

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